(Navi: Lage, Eichenallee) stadtauswärts links
direkt vor dem Bahnübergang.
Wir gehen
über die Bahnlinien nach Bielefeld und Herford, die sich kurz danach mit einer
Brücke kreuzen, auf dem Goetheweg bis zu Einmündung in die kleine Straße
"Auf der Lieth". Nach wenigen
Metern stoßen wir auf einen vom Kreis Lippe zum Naturdenkmal erklärten Hohlweg.
Es ist ein alter Triftweg, über den das Vieh in das Hudegebiet geführt wurde.
Bald
stoßen wir rechter Hand auf eigentümliches Gemäuer, einen ehemaliger Eiskeller.
Eis- oder auch Felsenkeller dienten in der Zeit, als es noch keine anderen
Kühlmöglichkeiten gab, zur Einlagerung von Eisblöcken, mit denen dann
Bierfässer oder Lebensmittel länger frisch gehalten werden konnten. Den hier
ehemals vorhanden Keller hat ein Lagenser Gastwirt 1862 anlegen lassen. Während
des 2. Weltkrieges diente er als Luftschutzbunker. Vor ca. 20 Jahren wurde er
größtenteils verfüllt und nur noch der zugemauerte mit Bruchsteinen umrahmte
Eingang ist zu sehen, für Fledermäuse wurde ein Einflugloch gelassen.
Dann geht
es rechts in den Wald hinein.
Auf dem
Weg hinauf zur Wilhelmsburg, einem der Wahrzeichen der Stadt Lage, kommen wir
an einem Irrgarten mit Steingrotten vorbei. Die hier vorhandenen Gedenksteine
sind dem Fürsten Bismarck, Kaiser Wilhelm I und Kaiser Friedrich III gewidmet.
Ein hier vor Jahren unter anderem von Wilhelm Büker angelegter Weinberg ist
inzwischen wohl wegen der fehlenden Süße der Trauben wieder aufgelassen worden.
Gegenüber
der Wilhelmsburg, die derzeit ein chinesisches Lokal beherberg, befindet sich
die Tennisanlage des TC Rot-Weiß Lage. Hier können wir den Ausblick auf die
Stadt Lage mit der Zuckerfabrik und das umliegende südliche Lipperland
genießen.
Unser Weg
führt uns weiter in Richtung der so genannten Bergkuppe, die von zwei
Wasserhochbehältern gekrönt ist, die einen gleich bleibenden Druck für die
angeschlossene Wasserversorgung gewährleistet.
Heute ist
wegen des Baumbewuchses kaum noch ein Ausblick möglich.
Vom
Waldrand bietet sich allerdings ein schöner Blick über die
"Liebesinsel" hinweg ins lippische Bergland.
Vielleicht
finden wir rechts des Weges innerhalb dichten Bewuchses einen Vermessstein aus
dem Jahr 1875.
Zurück im
Wald stoßen wir auf die Reste eines alten Schießstandes und erreichen bald den
Waldsportplatz. Auf der gegenüberliegenden Seite sehen wir
"Ebmeyer-Stiftung". 1889 hatte die Witwe eines wohlhabenden Kaufmanns
dem Verschönerungsverein 155 Mark vererbt, um eine "monumentale
Anlage" auf dem Lageschen Berge zu errichten. Da sich der
Verschönerungsverein aber aufgelöst hatte, ging das Geld an die Stadt Lage
über, was die "monumentales" daraus geschaffen hat, sieht man hier
sehr deutlich.
An Mergelkuhlen
vorbei führt uns der Weg wieder an den Waldrand, dem wir in Richtung
Waddenhausen folgen. Im Rahmen der "Plant-for-the-Planet"-Initiative
haben Schüler von 4 Lagenser Schulen im November 2014 am Lönsweg, den wir jetzt
kreuzen, 2.100 kleine Eichen auf einem 2.000 qm großen Grundstück gepflanzt.
Entlang
eines Feldraines immer mit Blick auf unser Kaffeeziel: das Ziegeleimuseum,
erreichen wir bald den Waddenhauser Berg, den während der Bauphase der hier
errichteten Häuser so genannten Hypothekenhügel, mittlerweile dürften die
Hypotheken aber weitestgehend abgezahlt sein.
Bald
kreuzen wir die B 239 nach Herford um auf der anderen Seite das
Naturschutzgebiet Werreniederung und Haferbach zu erreichen. Die Teiche am
Werresiek sind durch Auskiesung entstanden und waren danach bei der Bevölkerung
als Badeseen sehr beliebt. Obwohl es
aber weder Parkplätze noch Toilettenanlagen gab, konnte man die Besuchermassen
nicht einschränken. In Erinnerung ist noch die Geschichte eines Bauern, der mit
seinem tätigen Güllestreuer an den parkenden Autos entlang gefahren ist. Die
Stadt Lage sah sich letzten Endes gezwungen, das gesamte Gebiet Sommertags
einzuzäunen.
Über eine
kleine Fußgängerbrücke überqueren wir die Werre und ereichen bald die
Pottenhauser Straße, der wir ein kleines Stück folgen um nach einer erneuten
Werrequerung bald den Stadtrand zu erreichen. Am Rande einer Siedlung entlang
geht es über die Bundesstraße hinweg und entlang des Goethewegs wieder zu den
Autos.
Zum
anschließenden Kaffeetrinken sind für uns Plätze reserviert in der Gaststätte
des Ziegeleimuseums in Lage-Hagen (ca. 2 km).
Infos aus:
"Der Stadtwald von Lage", Serie "Lippische
Kulturlandschaften", Herausgeber: Lippischer Heimatbund


















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