Wir laden zu einer Wanderung im Schwalenberger Wald ein. Die Wanderung
ist ca. 8 km lang, bei einer Gehzeit von ca. 2 – 2,25 Stunden.
Wann: Mittwoch, den 12.08.15 um 13:30 Uhr
Treffpunkt: Festplatz am Sportplatz/Schützenhalle in Rischenau, Paradiesmühle
(gegenüber dem Cafe Paradiesmühle)
Anfahrt:
Von Schwalenberg kommend der Hauptstraße durch den Ort folgen und nach
der Mehrzweckhalle rechts in die Straße Paradiesmühle abbiegen
(Hinweisschilder: Paradiesmühle, Schützenhalle, Sportplatz)
Kurzbeschreibung:
Der Weg führt uns kurz durch Rischenau, am Friedhof vorbei auf den A3.
Diesem Rundweg durch den Schwalenberger Wald folgen wir, bis wir dann
nunmehr schon in Richtung Biesterfeld den Weg mit dem 'K' folgen, um
direkt nach Biesterfeld zu kommen. Wir erreichen dort die Rückseite
des ehemaligen Forsthauses, dass heute ein Wohnhaus ist. Dieses ist
auf den Grundmauern des abgerissenen ehemaligen gräflichen Schlosses
(Herrenhaus) derer zu Lippe-Biesterfeld erbaut. Dann passieren wir zu
rechten Hand die ca. 650-jährige Marienlinde, eine der ältesten Linden
Deutschlands. Wir biegen nach links ab und haben die Rückseite der
ehemaligen Brennerei und Brauerei auf der linken Seite. In der
Hauswand ist ein Medaillon der Fürstin Pauline eingelassen.
Diese Brauerei brachte seinerzeit viel Geld ein, da alle Wirte in der
Umgebung verpflichtet waren, das Bier und den Schnaps nur von hier zu
beziehen. Wir folgen nun die Straße Teichweg weiter und erreichen die
'Paradiesmühle', eine stimmungsvolle Schänke innerhalb einer alten
Mühle, deren Geschichte bereits 1664 beginnt.
Dort werden wir zu Kaffe/Tee und der „Schlosstorte“ erwartet.
Bernhard Kaufmann und Heinz Gerhard Pieper
ist ca. 8 km lang, bei einer Gehzeit von ca. 2 – 2,25 Stunden.
Wann: Mittwoch, den 12.08.15 um 13:30 Uhr
Treffpunkt: Festplatz am Sportplatz/Schützenhalle in Rischenau, Paradiesmühle
(gegenüber dem Cafe Paradiesmühle)
Anfahrt:
Von Schwalenberg kommend der Hauptstraße durch den Ort folgen und nach
der Mehrzweckhalle rechts in die Straße Paradiesmühle abbiegen
(Hinweisschilder: Paradiesmühle, Schützenhalle, Sportplatz)
Kurzbeschreibung:
Der Weg führt uns kurz durch Rischenau, am Friedhof vorbei auf den A3.
Diesem Rundweg durch den Schwalenberger Wald folgen wir, bis wir dann
nunmehr schon in Richtung Biesterfeld den Weg mit dem 'K' folgen, um
direkt nach Biesterfeld zu kommen. Wir erreichen dort die Rückseite
des ehemaligen Forsthauses, dass heute ein Wohnhaus ist. Dieses ist
auf den Grundmauern des abgerissenen ehemaligen gräflichen Schlosses
(Herrenhaus) derer zu Lippe-Biesterfeld erbaut. Dann passieren wir zu
rechten Hand die ca. 650-jährige Marienlinde, eine der ältesten Linden
Deutschlands. Wir biegen nach links ab und haben die Rückseite der
ehemaligen Brennerei und Brauerei auf der linken Seite. In der
Hauswand ist ein Medaillon der Fürstin Pauline eingelassen.
Diese Brauerei brachte seinerzeit viel Geld ein, da alle Wirte in der
Umgebung verpflichtet waren, das Bier und den Schnaps nur von hier zu
beziehen. Wir folgen nun die Straße Teichweg weiter und erreichen die
'Paradiesmühle', eine stimmungsvolle Schänke innerhalb einer alten
Mühle, deren Geschichte bereits 1664 beginnt.
Dort werden wir zu Kaffe/Tee und der „Schlosstorte“ erwartet.
Bernhard Kaufmann und Heinz Gerhard Pieper
Vor 345 Jahren im
Jahre 1664 als der hiesige Graf Jobst Hermann zu Lippe-Biesterfeld, ein
Vorfahr des verstorbenen Prinzen Bernhard der Niederlande, in
Biesterfeld eine Mühle errichten ließ. Vier davor geschaltete Teiche
sollten die Mühle betreiben. Der oberhalb der Mühle gelegene
Paradiesteich gehörte dazu. Stolz wähnte er sich im Glauben im Recht zu
sein, dies als Graf auch tun zu dürfen, doch hatte er nicht mit dem
Groll des Paderborner Erzbischofs gerechnet, der hier im Lande seine
Zustimmung zum Bau dazu geben mußte. So begab es sich alsbald, dass der
Bischof seine Boten mit einer Batterie Soldaten sandte, die
Biesterfelder Mühle „zu schleifen“. Innerhalb wenigerTage wurde die
Mühle dem Erdboden gleichgemacht, alle Hölzer zerschlagen und auch das
Wasserrad in Stücke gehauen, das nur noch die Grundmauern übrig
blieben.... . …und so kam es, daß der Bauplatz hundert Jahre wüst liegen
blieb, bis der letzte Herr auf Biesterfeld, Graf Friedrich Carl August
den Mut Fand am Martinstag, dem 10.November 1764 die Mühle erneut zu
errichten. Der Bau der Mühle kostete damals 734 Thaler, 20 Groschen u. 4
Pfennige. Die Mühle diente zunächst als Sägemühle zum Sägen von Holz,
als Bohrmühle für die Herstellung von Wasserleitungsrohren aus
Baumstämmen und natürlich als Mahlmühle zum Mahlen von Schrot und Korn.
Die Mühle wurde seit dieser Zeit an die jeweiligen Verwalter sogn.
Konduktoren der Domäne und Meierei Biesterfeld verpachtet, deren erster
Müller der Amtsverwalter Gebser war. 1793 übernimmt Anton Müller mit
seinem Sohn Dietrich die Mühle und bewohnt zwei Räume des alten
Mühlengebäudes (heutiges Mühlenkontor und dahintergelegene Küchenkammer)
In dieser Zeit kommt erstmals der Name „Paradiesmühle“ auf, deren Name
sich auf die „paradiesischen“ Arbeitsverhältnisse aufgrund der
Gewerbefreiheit bezieht...und nicht, wie man vermuten könnte, aufgrund
der Lage... Ab 1833 führt der hiesige Tischlermeister Heinrich Topp die
Mühle weiter, der erstmalig zusätzlich eine Ölmühle betreibt; neun Jahre
später geht das Anwesen gegen eine Zahlung von 500 Thalern in Erbpacht
an den Elbrinxer Ernst Christian Herbst über. In dieser Zeit entsteht
der in Bruchsteinfachwerk angelegte Vorbau (der, nach fast hundert
Jahren, in 2004 wieder zum Vorschein kam). Am 2.12.1847 wird die Mühle
an den Müller Friedrich Warneke für 1200 Thaler verkauft. Unter seiner
Bewirtschaftung wird die Ölmühle weiter ausgebaut und eine neue
Grützemühle in Betrieb genommen. (zwei sogenannte Hausgeister - einer an
der Scheunenwand - einer am Wasserfall und ein Hausstein in der
Turbinenkammer zeugen heute noch von seinem Tun)
Nach dem Tode Warnekes verkauft
seine Frau die Mühle 1867 für nunmehr 3200 Thaler an den Mosebecker
Wilhelm Tegeler... Doch schien der Kontrakt unter keinem guten Stern zu
stehen; ein dunkler Schatten schwebt über dem Glück des jungen Müllers.:
Zwei Jahre hiernach ertränkt sich sein Mühlenbursche Friedel aus
Liebeskummer im Paradiesteich (man munkelte die Liebe zu einem jungen
Mädchen aus wohlsituiertem Hause blieb ihm versagt) und zwei Monate
später verstirbt der Müller qualvoll an einem hartnäckigen
Lungenübel.... Ein großer Berg Schulden türmt sich vor der Witwe Tegeler
auf und am 2. Weihnachtstag im Jahre 1870 entschließt sie sich schweren
Herzens die Ehe mit dem Mühlenfachmann Heinrich Karl Wilhelm Specht aus
Bodenwerder einzugehen, um den Untergang der Mühle abzuwenden. (Ihr
findet die Heiratsurkunde rechtsseitig am großen Fenster in der heutigen
‚Galerie’) Endlich scheint das Glück wieder Einzug zu halten: Unter der
neuen Bewirtschaftung erblüht die Mühle zu neuem Leben: Ein neues
Wasserrad wird errichtet, bessere Mühlsteine angeschafft, ein
Fuhrwerkbetrieb verbessert den Kundendienst. Im Jahre 1887 wird durch
den Bau und Betrieb einer Dampfmaschine zusätzliche Kapazität für den
Mühlbetrieb geschaffen. (im heutigen Thekenraum zeugen guterhaltene
Pläne an den Wänden hiervon). In dieser Zeit geht das gesamte
Mühlanwesen von Erbpacht in Privateigentum über. Im Jahre 1908
versterben die Eheleute Specht kinderlos. Der Neffe August Specht aus
Niese übernimmt die Mühle. In seiner Zeit wird 1922 die Dampfmaschine
abgerissen, durch einen Elektromotor und schließlich durch einen
Dieselmotor ersetzt. Das bis 1928 betriebene oberschächtige Wasserrad
wurde durch eine leistungsstärkere Turbine ersetzt und bis 1990
betrieben.. Mitte der 40er Jahre versterben August Specht und sein Sohn
Friedrich in den Wirren des Zweiten Weltkriegs. Die Mühle geht 1946 nach
Heirat der Schwester Friedrichs, Luise Specht mit Fritz Hofmeister aus
Rischenau in deren Besitz über und wird bis Anfang der 90er Jahre als
Mühle und Genossenschaft für die Ortschaften um Rischenau betrieben
(hier wurde alles für den landwirtschaftlichen Bedarf Notwendige
vertrieben). Nach dem Tode Fritz Hofmeisters im Jahre 1990 erbtt sein
Sohn Fritz-Jürgen die Mühle, während seine Tante, Emma Specht nunmehr
als letzte „Müllerin in Rischenau“, das Anwesen weiter instand hält. Im
Jahre 2004 findet die Paradiesmühle Idealisten um den aus Berlin
stammenden Betreibers Bodo Westerhove, welche die Paradiesmühle nach
umfangreicher Restaurierung mit Hilfe vieler fleissiger Freunde der
Allgemeinheit in Form eines neueröffneten Mühlencafes wieder zuführen.
Nach 345 Jahren Mühlengeschichte wird die Paradiesmühle wieder zu neuem
Leben erweckt ...
Eine sehr interessant gemachte Internetseite ist zu finden unter:
http://www.paradiesmuehle.de/
Hier die Fotos der Wanderung
Eine sehr interessant gemachte Internetseite ist zu finden unter:
http://www.paradiesmuehle.de/
Hier die Fotos der Wanderung







































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